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50 Jahre KEL
Datteln |
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Der Kanusportverein „Kanuten Emscher-Lippe e.V.“, 1950 von Jugendlichen der Zeche Emscher-Lippe gegründet, feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Vereinsjubiläum.
In den Jahren seit Bestehen des Vereins wurde von den Mitgliedern eine große Bootshalle und ein eigenes Kanusportheim geschaffen.
Für die verantwortlichen des Vereins war es selbstverständlich, diese Gemeinschaftseinrichtungen zu pflegen und der nachfolgenden Jugend zu erhalten. Die wichtigste Aufgabe aber war die pädagogische Führung der Jugend des Vereins mit Hilfe des Sportes.
Im Mittelpunkt unseres Sportvereins stehen unsere
Vereinsmitglieder. Die gewonnene Freizeit in unserer Gesellschaft kann ein
großer Verführer, aber auch ein großer Gewinn für den Menschen sein, wenn
er versteht, seine Freizeit richtig zu nutzen. Alle Menschen, die sich für
einen freien Sport in einer freiwilligen Gemeinschaft unseres Sportvereins
entscheiden und Freude am Kanusport haben, finden diese Voraussetzungen
auf dem Wasser und in der freien Natur. Die Kanuten Emscher-Lippe Datteln
e.V. haben allen Grund, ein frohes, sportlich erfolgreiches Jubiläum zu
feiern. |
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l.
Vereinschronik |
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Die Gründungsgeschichte der Kanuten
Emscher-Lippe Datteln e.V. geht auf das Jahr 1949 zurück. In der
Gründungsversammlung am 7. August 1950 im Aufenthaltsraum der Schlosserei
der Schachtanlage Emscher-Lippe, wurde von den 14 anwesender, Jungen der
Verein Kanuten Emscher-Lippe rückwirkend zum 1.August 1950 gegründet. Von
diesen Gründern ist heute noch Horst Serra Mitglied im Verein. Bernfried
Vertgewall und Wolfgang Bende gehören ebenfalls zu den Jubilaren, weil sie
im gleichen Jahr Mitglied des Vereins wurden. |
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Damals traf sich regelmäßig die
Gewerkschaftsjugend im DGB-Heim neben der Ringschule. Hier wurden die
Möglichkeiten erörtert, wie man stolzer Besitzer eines Paddelbootes werden
kann. Mit Unterstützung des Kreisjugendsekretärs Maibaum aus
Recklinghausen sind in mehreren Verhandlungen mit Herrn Bergassessor
Premer von der Gewerkschaft Emscher-Lippe die Voraussetzungen für den Bau
von Paddelbooten geschaffen worden. |
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Am 10. Mai 1950 war es endlich soweit. Unter Anleitung
von Hans Wypschlo und Hermann Heuer wurde mit dem Bau der ersten 10 Boote
begonnen. Es handelte sich um starre Zweier-Wanderboote vom Typ Klepper.
Mit großem Eifer begannen die Jungen. in einer Werkstatt auf der
Schachtanlage "Emscher-Lippe 3/4" während ihrer Freizeit "ihr eigenes
Boot" zu bauen. Es ist wirklich gelungen! Nach einigen Wochen rastloser
Arbeit wurden am 22. Juli 1950 die ersten 10 Boote getauft. |
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Die Werksleitung hat auf dem Zechengelände in der Nähe
des Kanals eine alte Holzbaracke zur Verfügung gestellt, die von den
Jungen als Bootshalle eingerichtet wurde. Die Boote mußten unter
schwierigen Umständen an den hohen Spundwänden in den Kanal eingesetzt
werden. Trotz dieser primitiven Verhältnisse entwickelte sich der Verein
sehr schnell. Nach einem Jahr zählte der junge Verein schon Über 60
Bootsbesitzer als Mitglieder. |
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Als der große Tag kam, wurden die Boote auf einen 5 to.
Lastkraftwagen geladen und mit großen "Hallo" von der Schachtanlage 3 / 4
durch die Stadt zum Sportplatz in Richtung Eisenbahnbrücke gefahren, wo
die Bootstaufe stattfinden sollte. |
Der Lastkraftwagen fuhr gerade im Schichtwechsel
durch´s Zechentor. Im Verwaltungsgebäude gingen die Fenster auf, und
mancher unserer alten Kumpel schmunzelte und freute sich mit den stolzen
Bootsbesitzern. |
Auf dem Sportplatz wurden die Boote durch Herrn
Bergassessor Premer getauft und den jungen Besitzern übergeben. |
Dann war der lang ersehnte Moment da, die Boote
wurden ihrem Element übergeben. Der Stapellauf war etwas umständlich wegen
der Spundwände in diesem Kanalbereich. Aber bald saßen alle in ihren
Booten und nach einer Ehrenrunde zu Gunsten der Freunde und Gönner, die an
der Böschung standen, paddelte man in Richtung „Datte1ner Hafen“. |
In den folgenden Jahren hatte der Verein einen
steilen Aufschwung zu verzeichnen. |
Am 12. Mai 1952 erfolgte der 1. Spatenstich zum
Bau der heutigen Bootshalle. Die schwierigen Ausschachtungsarbeiten, in
dem von vielen Baumwurzeln durchsetzten Gelände, wurde ausnahmslos von den
jungen Kanuten in Handschachtung durchgeführt. Auch für die Maurer und
anderen Handwerker leisteten sie Handlangerdienste. Im Herbst des gleichen
Jahres konnte das Richtfest gefeiert werden. |
Am Sonntag, dem 26. April 1953 begann ein neuer
Abschnitt in der Vereinsgeschichte. Auf der Schachtanlage Emscher-Lippe
wurden die Boote zum letzten Mal eingesetzt. Das Ziel des Anpaddelns war
die neu erbaute Bootshalle am "Dattelner Meer", die zur neuen Heimat
werden sollte. Blauweiße Farben beherrschten das Kanalgewässer an der
Zeche Emscher-Lippe, als sich eine Flotte von ca. 65 selbstgebauten
Kanubooten in Richtung "Dattelner Meer" in Bewegung setzte, um das neue
Bootshaus einzuweihen. |
Während die Boote in langer Flucht am Ufer lagen,
feierten die Jungen den Freudentag der Einweihung mit Vertretern der Zeche,
der Behörden und den Gästen anderer Vereine.
Nach den Festansprachen erfolgte die Schlüsselübergabe an Horst Loske,
den 1. Vorsitzenden der Kanuten Emscher-Lippe.
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In der Folgezeit galt es,
Leben in das Gelände mit der neu erbauten Bootshalle zu bringen. Was lag da näher,
als sich mit Mitgliedern anderer Vereine im Wettkampf zu messen. Das bedeutete,
wollte man seinen Gegnern nicht ständig unterlegen sein,
es mußte trainiert werden.
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1954 wurde die erste Vereinsmeisterschaft in Faltbooten durchgeführt.
Bereits im Winter 1954/55 wurde auf der Schachtanlage Emscher-Lippe mit dem Bau vereinseigener Rennkajaks begonnen.
Mit diesen Booten nahm man dann ab 1955 regelmäßig an Regatten teil.
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1956 richteten wir erstmals die Amtsmeisterschaft aus,
die noch in Faltbooten gefahren wurde.
Zu dieser Zeit entschlossen sich die Verantwortlichen des Vereins dazu,
selbst Kanu-Rennsport-Regatten in Datteln durchzuführen.
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Da der Bootshauswart in etwa 300 m Entfernung von der Bootshalle wohnte,
wurde bei den Mitgliedern der Wunsch nach einem eigenen Kanuheim mit Einliegerwohnung für den
Bootshauswart immer stärker. In den Jahren von 1956 bis 1958 wurde das Kanuheim mit Einliegerwohnung
und Tagesraum erstellt. Dies war nur durch die tatkräftige Mithilfe vieler Mitglieder möglich.
Bei der Einweihungsfeier am 26. April 1958 konnte man den zahlreichen Gästen eines der schönsten
Kanuheime im Westdeutschen Raum vorstellen. Gehörte die Bootshalle wegen der Finanzierung noch der
Zeche, so ging das Kanuheim sofort in Vereinseigentum über.
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Der Stolz auf das Erreichte spornte die Mitglieder weiter an.
So wurde in den folgenden Jahren das Gelände um Bootshalle und Kanuheim in mühevoller
Kleinarbeit zu einer Sportanlage ausgebaut, die in Verbindung mit dem angrenzenden
Zeltplatz für Bezirksveranstaltungen jeder Art genutzt wird und auch für Veranstaltungen der Stadt,
wie Kanalwandertag und Kanalfestival zur Verfügung steht. Die Zeltwiese, die nur angepachtet war,
wurde 1972 von der VEBA käuflich erworben, um diese für das Vereinsleben so wichtige Anlage
der nachfolgenden Jugend zu erhalten.
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Mitte der 70-ger-Jahre hatte der Verein dann die Möglichkeit,
weiteren Grundbesitz zu erwerben, der lediglich durch einen rd. 15 m breiten Streifen vom Zeltplatz getrennt wird.
Damit war es unserem Verein möglich, weiterhin Großveranstaltungen ausrichten zu können,
bei denen die Gäste ohne Enge übernachten konnten.
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Mit steigender Mitgliederzahl musste der Verein erkennen,
dass die seit 1958 unveränderten baulichen Verhältnisse nicht mehr den sportlichen Erfordernissen eines
wassersporttreibenden Vereins, der auch im Bereich des Leistungssports Erfolge aufweisen will,
entsprachen. Nach mehrjährigen Planungen konnte der Neubau des Sanitärbereichs und
die Erweiterung der Bootshalle in Angriff genommen werden.
Wichtig für die laufende Vereinsarbeit war aber darüber hinaus die erstmalige Schaffung eines Trainingsraums
für die Leistungssportler sowie eines Jugendraums, für den sich die Jugendabteilung bereits seit dem Anfang
der 70-ger Jahre engagiert hatte. Diese vorerst letzte große bauliche Erweiterungsmaßnahme wurde federführend
vom langjährigen 1. Vorsitzenden Werner Schittkowski 1993 abgeschlossen.
Durch intensive Planungen, finanziellen Zuschüsse von verschiedensten Seiten sowie durch das Erbringen erhebliche
Eigenleistungen konnte eine Verschuldung des Vereins vermieden werden.
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Am 17. Juni 2000 konnte der amtierende 1. Vorsitzende Gerd Rosenberger auf ein erfolgreiches
50-jähriges Bestehen des Vereins zurückblicken. Besonders geehrt wurde das noch im Verein verbliebene
Gründungsmitglied Horst Serra sowie die noch im Jahre 1950 eingetretenen Mitglieder Wolfgang Bende und
Bernfried Vertgewall. Viele Freunde und Gönner des Vereins sowie Vertreter aus den Sportverbänden und
der Politik feierten dieses Ereignis bei strahlendem Sonnenschein mit den Kanuten des KEL.
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